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Sternenbulletin – April 2009.

«Wir lügen uns selbst in die Tasche» schrieb Barack Obama vor Jahren in seiner Biografie. Ein wahres Wort. Er ist nämlich anlässlich seiner kürzlich medienwirksamen Verärgerung über die AIG-Bonus-Zahlungen selbst in eine Tretmine geraten. Die Spekulationen, inwieweit das Weisse Haus schon im Vorfeld über diese Geschichte informiert war, haben hohe Wellen geschlagen. Und was las ich erst gerade in der Zeitung? Ein Teil der führenden Manager des schwer angeschlagenen Versicherungsriesen AIG will nun tatsächlich 50 Millionen Dollar Boni zurückgeben. Wie ich geschrieben habe, könnten Ende März wahre Wunder passieren …

Frühlingserwachen

Der Frühling ist seit zwei Wochen im Gange – Menschheit und Natur sind erst zögerlich aus ihrem Elfenbeinpalast herausgekrochen – weltweit wartet man auf den strafenden Gott, der die heile Welt wieder herstellt und fragt sich, wo er denn bleibt – wettert über die himmelschreiende Oberflächlichkeit und die miese Sensationsgeilheit der Medien – ist empört und entrüstet über die weltweit massiven Schreckenstaten – wünscht viele Machthaber oder Nocheinflussreiche ins Pfefferland – versucht sich lieber eingeschüchtert in kleinen als in grossen Schritten – traut der Leichtigkeit, die sich langsam wieder breitmacht, nicht ganz. Fragt sich, ob es jetzt wieder vorwärts geht oder ob, was da in der Luft schwebt, einfach nur ein sinistrer Friede ist. Ich weiss es auch nicht. Die Zukunft ist zwar beinahe greif– aber wohl noch nicht wirklich fassbar.

Die Reparaturarbeiten zu einvernehmlichen Werten und Lösungen bestimmen auch das Geschehen im April. Unehrliche oder übereilte Entscheidungen, schamlose Verfehlungen und masslose Übertreibungen werden weiterhin knallhart geahndet und gnadenlos korrigiert. Alles, was nicht mehr tragfähig oder wasserdicht ist, wird an die Oberfläche gezerrt. Der Zeitgeist zeigt weiterhin erbarmungslos auf, wie stark der Wind wo gedreht hat. Die plötzlich hartnäckigen Widerstände und Konfrontationen, die in ewig geglaubten unantastbaren Bastionen von bisher nicht vermuteten Seiten aufgetaucht sind, nehmen nicht ab. Vermeintlich geniale Lösungen entpuppen sich als folgenschwere Stolpersteine. Grandseigneurs auf dem Regierungsparkett, die versucht waren, sich mit anderen Autoritäten anzulegen, haben kleinlaut den Schwanz wieder eingezogen. Alles passiert im überschaubaren sowie im weltweiten Kontext. Wer sich in einer Sache verrannt hat oder in einen Hinterhalt geraten ist, sollte sich schleunigst aufs Wesentliche  konzentrieren und umkehren. Allerdings ist es nach wie vor schwierig auf Anhieb funktionierende Lösungen für die anstehenden Angelegenheiten zu finden.

Und doch stehen die Zeichen im überschaubaren Umfeld immer deutlicher auf Wandel, auf Mut zum Aufbruch, auf Lebensfreude, Fantasie und Kreativität. Wer den Tunnelblick eingefangen hat, tut gut daran, sich dieser Dynamik zu stellen. Es sind Weichenstellungen gefordert, die durchaus ein gewisses Risiko in sich bergen und Schneid und Tatkraft verlangen.

Auf der globalen Ebene ist es von besonderer Bedeutung, dass neu geschaffene Ordnungen und Regeln möglichst nachhaltig verankert werden, damit nach der ersten Entlastung nicht sofort das Rad von Revisionisten wieder zurückgedreht werden kann. Insbesondere diejenigen, die angesichts der gegenwärtigen Umbrüche an Macht und Einfluss verloren haben, müssen jetzt die Überstunden leisten, die ihren Lohn rechtfertigt. Witzige Flachheiten, Sprachspiele oder ausufernde Varianten, wie sie vor nur einem Jahr noch möglich waren, sind absolut untauglich. Nur, was auf solider Basis aufbaut oder klare Prinzipien beinhaltet, hat Bestand. Anerkennung finden aber Pionierleistungen, sowie Aktionen und Projekte, die Neuland propagieren – sofern sie der Welt mit ihren veränderten Konditionen gerecht werden.

In den letzten beiden Aprilwochen erhalten Beziehungsthemen besonders viel Aufmerksamkeit. Die smarte Venus nimmt einen zweiten Anlauf durch das abenteuerliche Widderzeichen und dürfte für lodernde Aufregung sorgen. Leidenschaften werden entflammt, Erotik und Sexualität liegen in der Luft und sorgen für lüsterne und enthusiastische Höhenflüge. Endlich. Wurde auch Zeit. Im Brennpunkt nebst all den Liebesgeschichten, gewinnen auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Allianzen an Lebhaftigkeit.  Wo allerdings der Lerneffekt ausbleibt und einmal mehr hoch gepokert wird, folgt der Hammer sofort. In der bekannten unnachgiebigen Art.

Zwischen Vogelgezwitscher und Schlüsselblumen …

Die ersten Apriltage sind von spritzigen und inspirierenden Kräften gekennzeichnet und speisen ängstliche oder verknöcherte Gedankenwelten mit einem erfrischenden Schub. Das Gloriengespann Merkur/Sonne und der mächtige Pluto sind die treibenden Kräfte. Am 5. April pfeift der gestrenge Saturn allerdings den fast schon etwas übermütigen Mars zurück und mahnt an, die Kräfte nicht zu überfordern – wie wenn das so einfach wäre …

Am 9. April dann, wenn der Widder–Waage–Vollmond leuchtet, gibt’s einen ersten Vorgeschmack auf die lüsternen Erotikwelten und zugleich eine Lockerung in vermeintlich noch feindlichen staatsübergreifenden Verhandlungen.

Der Merkur verlässt gleichentags den forschen Widder und wandert durch den bedächtigen Stier und somit verlangsamt sich die Informations–Pipeline wieder etwas. Die Quantität von Nachrichten wird zugunsten der Qualität ausgerichtet und es ist gut abzuwägen, wer was wem wie und wann kommuniziert. 

Mit den Unmengen an harmonischen Konstellationen ist man nämlich schon fast wieder versucht ins alte Fahrwasser zurückzufallen. Wie menschlich! Doch die mächtigen Wandlungskräfte im Planetenreigen stossen mit ihrer akrobatischen Intelligenz die noch ungenutzten Wachstumsmöglichkeiten geduldig in die richtige Richtung.

Exakt zu Ostern, am 15. April, treffen Mars, der Hitzkopf und Uranus, der Rebell unter den Himmelsgestirnen aufeinander und nähren Tatkraft und Ideenreichtum. Unter diesen spritzigen Sternen dürfte das begehrteste Frühlingswochenende ein dynamisches werden.
Tonnenweise optimistische und wonnige Einflüsse gibt es dann laufend. Madame Venus kommt wieder auf die Vorwärtsschiene und balanciert Ungerechtigkeiten, Reibereien oder gar Feindschaften im persönlichen und globalen Beziehungsumfeld aus. Eine schwierige Zeit kommt zu Ende. Es ist zu hoffen, dass weltweit die Hausaufgaben gemacht wurden und beim nächsten Komplott gegen die Liebesgöttin nicht sofort wieder der zerstörerische Tenor walten muss.  

Mit dem Weiterzug der Sonne in den genussfreudigen Stier am 19. April kurz vor Mitternacht nimmt dann endlich eine Zeit der Wonne, der Ruhe, der Freundschaft, Stabilität und von verschiedenen Sinnlichkeiten Gestalt an und wird Ausdruck eines toleranten Türöffners zu einer sonnigeren Welt.

Der Stier–Skorpion–Neumond vom 25. April  lähmt dann doch kurzfristig die eingetretene Gemütlichkeit. Offenbar sind einfach noch zu viele zornige Menschen unterwegs, die dringend Dampf ablassen müssen.

Die Marsenergie, die uneingeschränkte Elitekraft des Jahres 2009, entfaltet sich jetzt immer stärker und bringt nach der fast ewig andauernden Passivität und dem Pessimismus der letzten Monate neuen Schwung und unbändige Lebensfreude in die krisengeschüttelte Welt. Tut gut.

Das Sternenkarussell

Die Widder reissen mit ihrer begeisternden und ungestümen Lebenskraft alle anderen Sternzeichen mit. In der zweiten Monatshälfte versprüht dann die erotische Energie der Stiersonne einen romantisch anreizenden Perlenregen und bringt überbordende Sinnlichkeit und wohltuende Gemütlichkeit.

Meine Osterwünsche: viele inspirierende Gedanken, Aha-Erlebnisse, neue Erkenntnisse, gepaart mit Lebensfreude, um dann die neuen Drehbücher und Visionen mit Leichtigkeit, Vertrauen und Begeisterung zu verwirklichen.

 

Elisabeth Keel
Astrologin/Coach