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Sternenbulletin – Juli 2009.

Die Zeit von Anfang Juli wird von Sinn- und Wertfragen bestimmt. Was macht Sinn? Und was ist wertvoll? Schwierig zu beantworten, nicht? Heute, wo die Welt den Flexiblen gehört; wo die Veränderung die einzige Konstante im Leben ist. Vor Jahren noch wären mir sofort tausend Dinge eingefallen: ein edles Schmuckstück, das schöne Haus, ein tolles Kleid, das teure Auto, die kostbare Truhe, mein Bankkonto, mein Beruf. Jetzt sind es ganz andere Dinge, wie Persönlichkeit, Gelassenheit, Zufriedenheit, Familie und Rückhalt. So gesehen ist mein wertvollstes Stück eine Muschel. Eine perlmuttfarbene, die glitzert und funkelt, wenn die Sonne sie berührt. In  Kapstadt gekauft – ganz billig. Aber sie gefällt mir, sie verzaubert mich und sie entführt mich in andere Welten. Wenn ich sie ans Ohr halte, höre ich das Meeresrauschen. Die Muschel erzählt mir vom Ozean, von den weissen Stränden und von Fernen, die eine unbestimmte Sehnsucht in mir auslösen …
Geht es Ihnen ähnlich?

Mega–Trends

Die fünf Megatrends sind Globalisierung, Frauen, Individualisierung, Down-Aging und Wissensgesellschaft, schreibt der deutsche Zukunftsforscher Matthias Horx. Dem kann ich auch aus astrologischer Sicht absolut zupflichten. Obwohl diese Megatrends inzwischen  keine Trends mehr sind, sondern Wahrheiten. Die Ressourcenfrage ist allerdings die grösste Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Wie gehen wir damit um? Der Zenit wird mit neun Milliarden Menschen erreicht sein – die Bevölkerungsexplosion muss gestoppt werden. So viele Menschen können wir ernähren und soviel Mobilität ertragen wir gerade noch.

Die Welt hat sich in den letzten Jahren total verändert. Immer schneller und immer mehr. Das hat sie aus der Bahn geworfen; vor allem in den letzten zehn Monaten. Die Bereinigungsphase ist im vollen Gange. Und jetzt gibt es eine Verschnaufpause. Die Sommermonate 2009 bringen Zeit zum Durchatmen. Nur kurz aber intensiv – wie wir es als blitzgescheite, flexible und entwicklungsbereite Menschheit inzwischen gewohnt sind.

Durch den Juli

Anfang Juli dürfen wir noch ein paar schöne Träume haben und auf Wunder hoffen. Allerdings wird es problematisch, wenn wir nur noch die rosarote Brille anhaben. Angesichts der weltweiten Schwierigkeiten geht nämlich die Neuorientierung weiter, einfach in etwas abgemilderter Form. Es wäre eine Illusion, an den alten Formen festhalten zu wollen. Die Jupiter/Chiron/Neptun-Konjunktion im Wassermann macht sich weiterhin bemerkbar. Vieles erscheint in trügerischem Licht und täuscht.

Investitionen an der Börse locken zwar erneut, aber es ist trotzdem Vorsicht geboten, weil es im Herbst möglicherweise zu einem erneuten Absturz kommt. Lieber die Rallyes nutzen, um aus riskanten Aktiengeschäften auszusteigen. 

Am 3. Juli wechselt Kommunikator Merkur in den Krebs und bekommt – dank der kardinalen Ausrichtung dieses Zeichens – immer mehr Gewicht. Die charmante Venus flirtet ab dem 5. Juli ungeniert in den fröhlichen Zwillingswelten. Und der Uranus wird in den Fischen rückläufig.
Die Verständigung, der Austausch in Teams, in Familie und Partnerschaft, in Beziehungen aller Art wird beschwingter, lustvoller und vorallem konkreter. Allzu lockere und spielerische Ansätze, wie junge Menschen sie leben, werden wohl aber wieder von den gestrengen Verfechtern des heutigen Sicherheitswahns niedergeschmettert. Alles in allem kommt aber doch Bewegung in die Bereiche Bildung, Handel und Kommunikation.

Der Krebs-Vollmond vom 7. Juli illustriert diese Themen und dürfte Inhalte des Unbewussten im Zusammenhang mit zyklischem Geschehen an die Oberfläche bringen. Tiefe Erfahrungen rund um Geborgenheit, Familie, Heimat, Macht der Natur und Macht von Frauen sind in den Tagen bis zum 14. Juli möglich. Sehnsüchte und Ängste können sich bemerkbar machen und irrationale Reaktionen oder aber ein neues Gefühl von Sicherheit und Vertrauen auslösen.

Der trotzige Stiermars verwandelt sich ab 12. Juli in einen legeren Zwillingsmars. Damit passt er nur die Form der Durchsetzung und der Kraft an, nicht aber die Intensität.

Und wenn die Franzosen am quatorze juillet ihre Marseillaise schmettern, treffen sich Sonne und Merkur in Krebs und machen eine Spannungsverbindung zu Lilith, die sich in den folgenden Tagen verschärft. Mögliche Unruhen bei Jugendlichen, rund um Frauen und Natur werden ein Thema. Erst am 18. Juli verlässt Merkur den Krebs über den aufsteigenden Mondknoten und trumpft im Könighaus Löwe auf. Damit bekommt er eine majestätische Note. Es dürfte deshalb kräftige Entwicklungen in der Kommunikation geben – in der kleinen Welt wie auch auf der Staatenbühne an vorderster Front.

Ja und dann folgt ein turbulentes Datum. Am 22. Juli gibt's einen Krebs-Neumond, eine totale Sonnenfinsternis und den Wechsel vom Sternzeichen Krebs in Löwe. Mit dem Neumond dürften nochmals starke Gefühlswallungen inbezug Familie und Heimat aufbrechen. Zu der kraftvollen Sonnenfinsternis, die in Mitteleuropa nicht sichtbar ist, schreiben besorgte Fachleute Schreck-Szenarien aus. Ich kann mich solchen Ansichten nicht anschliessen, weil ich viel mehr in den Scharfblick der Menschheit investiere und in die vielen neuen Strömungen, die massenhaft Möglichkeiten bieten, um grossartige Informationen aus Quellen zu schöpfen, die bisher nicht anzapfbar waren. Sonne in Löwe bedeutet Grosszügigkeit, Begeisterung, Kraft. Auch Erfolg, Luxus, Selbstsicherheit und natürlich Tollkühnheit, Prunkgehabe und Geltungsbedürfnis. Ich glaube, dass die Sonne mit ihrem gewaltigen Optimismus und ihrer Strahlenkraft eine riesige Welle der Erleichterung in die krisengeschüttelte Welt bringt.

Ende Juli verschiebt sich die Mondknotenachse in die Zeichen Krebs/Steinbock. Die Verschiebung von "zu viel" hin "zu weniger" und zufriedener und zu Familie, Natur und den wahren Werten wird wieder deutlicher.

Blickfänge

Feuer
Für die feuerbetonten Zeichen ist der Juli eine wahre Fundgrube. Ihnen lacht Glück und Erfolg. Widder und Schützen profitieren ungemein von der Steppvisite von Merkur und Sonne im Löwen. Alle sind sie dynamisch, optimistisch, flexibel und grosszügig. Und: die grosse Liebe lockt!

Erde
Die Stiere sind noch bis Mitte Juli auf der Showbühne – nachher nehmen sie teils entkräftet Ferien. Saturn hält die Jungfrauen fest im Griff. Ist auch gut so – sie würden sich sonst nur noch mehr verzetteln. Und die Steinböcke haben sich an die Machtdemonstrationen schon so gut gewöhnt, dass sie von neuen solchen auch nicht weiter überrascht sind.

Luft
Quicklebendig und charmant erfinden sich die Zwillinge jeden Tag neu – sie sind in Hochform. Für die Waagen gibt es zuwenig Diskussionen und zuviel Melancholie - sie langweilen sich. Von Himmelhochjauchzend bis zuTodebetrübt jagen die Sterne das Stimmungsbarometer bei den Wassermanngeborenen. Für sie gilt: step by step.

Wasser
Die Krebse laufen Ende Monat zu ihrer Höchstform auf. Den Skorpionen ist's egal – sie leben nach ihren eigenen Gesetzen. Und die Fische brillieren mit Wortgewalt und umwerfender Ausstrahlung.

Allen Ernstes will ja jetzt kein Mensch wissen, wie es weitergeht, oder? Darum machen wir erstmal Ferien mit allem Drum und Dran. Und die nächste Sternenlektüre erscheint dann pünktlich wieder am ersten August. Pfadfinderehrenwort.

 

Satte Grüsse aus der Ostschweiz.

Elisabeth Keel
Astrologin/Coach