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Sternenbulletin – November 2009.

Die Welt kommt nie ganz überraschend auf uns zu. Manche Erfahrungen registrieren wir kaum, andere treffen uns wie ein Blitz. Im November verdichten sich die Energien und lassen die Umbrüche in der Gesellschaft klar zu Tage treten. Einerseits wird die Improvisation für Neues und Ungewohntes stark angeregt, anderseits könnten Machtstrukturen dafür sorgen, dass möglichst alles beim Alten bleibt.

Überblick

Mit einem astrologischen Paukenschlag hat Saturn Ende Oktober vom Jungfrauzeichen in die Waage gewechselt. Mit einem Zeitfenster bis 2012. Er läuft am 15. November in sein erstes exaktes Spannungsquadrat zu Pluto in Steinbock (die beiden folgenden kritischen Konstellationen sind am  31. Januar und am 21. August 2010). Jetzt wird’s eng für die Weltwirtschaft. Finanzastrologen künden eine weitere grosse Erschütterungswelle an, die bis ins erste Quartal 2010 hinein dauert. Mitte November dürften auch die erwarteten grossen Machtdemonstrationen beginnen. Es wird vor allem um einen Verteilkampf zwischen den mittlerweile knappen Ressourcen unserer Gesellschaft gehen. Arbeitsplätze, Geld, Energie, Ansehen und Macht. Saturn hat in der Waage eine besondere Stellung (er gilt als erhöht) und fühlt sich in diesem Kontext sehr wohl der Gerechtigkeit verpflichtet. Die Spannungen zwischen ihm und Pluto könnten demnach als Kampf zwischen Fairness und Machterhalt interpretiert werden. Expansion und Wachstum scheinen in dieser Phase kaum oder nur erschwert möglich.

Vor dem Hintergrund der massiven Energieverdichtung bis Spätsommer 2010 ist es ratsam, hellwach und kritisch zu bleiben und sich weder durch die reisserischen Medien noch durch irgendwelche anderen Nachrichten ins Bockshorn jagen zu lassen.

Zum Glück gibt’s aber auch noch eine andere, eine beschwingte, vorwärtsorientierte, eine visionäre, lichte und helle Woge; die Hoffnungskonstellation Neptun/Chiron/Jupiter in Wassermann. Dieses inzwischen eingespielte Planetenteam ist schon seit Anfang 2009 auf engstem Raum miteinander unterwegs. Nach einem Stillstand läuft es nun in flottem Tempo wieder vorwärts. Wenn ihm dann Ende November die kraftvollen Energien von Antriebsplanet Mars noch mehr Aufwind verleihen, ist ein immenser Vorwärtsdrall zu spüren. Zudem wird Visionär Uranus fast den ganzen Monat über immer wieder positiv aktiviert. So besteht die unausgesprochene Aufforderung originelle Lösungen anzustreben, Ideen zuzulassen und flexibel zu bleiben. Das ist die favorisierte Botschaft aus dem Sternenkader.

Tag für Tag

Die schnellen Planeten aktivieren im ersten Monatsdrittel einige langsamlaufende. Damit gibt’s ein rechtes Wechselbad zwischen aktiven und passiven Energien. Die Venus wirft sich gleich Anfang Monat der Kombination Chiron/Neptun in Wassermann an die Brust. Ihr charmantes Auftreten ermöglicht den beiden einen optimalen Switch auf die Vorwärtsbahn. 

Mit einem potenten Vollmond auf der Skorpion–/Stier–Achse wartet der 2. November auf. Das sich aufbauende T–Quadrat mit Merkur und Mars erzeugt ein heftiges Ringen auf der gesamten Machtorgel und bringt einen ersten Vorgeschmack auf die weiteren Ereignisse der kommenden Zeit.

Merkur bringt sich mit seinem Achtungsbesuch auf der Wassermannbühne ausgezeichnet ein und seine zündenden Wortgefechte zeigen Wirkung. Diese schwankt zwischen brillanten Schöpfungen oder aber dem völlig antiquierten Verhalten von starren Strukturen. Eine respektvolle Gesprächskultur, Takt und Fingerspitzengefühl sowie Mediation werden in diesem Zusammenhang zu wichtigen Instrumenten. Der Konflikt zwischen jenen, die ihre verstaubten Rechte und Privilegien verteidigen und denen, die den Status Quo hinterfragen, dürfte sich zuspitzen.

Erneuerer Uranus formt ab dem 10. November einen harmonischen Aspekt (Trigon) mit Merkur und Sonne in Skorpion, in welches kurzfristig auch der Mond involviert ist.

Die Sonne ist laufend mit dem Aus– und Einatmen von positiven und negativen Aktivitäten beschäftigt. Kann aber diesen Kraftakt dank der impulsiven Zeichenenergie des Skorpions gut aushalten. Mit einigen Einschränkungen. Wie zB am 16. November, wenn der Neumond den von namhaften Finanzkennern vorausgesagten Eklat auslöst.

Natürlich ist nicht nur der Neumond massgebend. Matchentscheidend ist der einen Tag vorher ausgelöste Spannungsakt zwischen Saturn und Pluto.  

Während Merkur sich am 16. November aus den tiefschürfenden Unterwelten des Skorpions in die grossartigen des Schützen rettet, baut sich ein gepfeffertes Spannungsquadrat zwischen den beiden Libidoplaneten Venus/Mars auf; am 18. November. Damit dürften sich die Fronten zwischen männlichen und weiblichen Kräften wieder verhärten. Harte Auseinandersetzungen in Beziehungen werden wohl die zweite Hälfte des Novembers entscheidend mitbestimmen. Allianzen und Verträge aller Art werden auf ihre Tauglichkeit geprüft, allenfalls verifiziert oder radikal abgeschafft. Das gilt auch für Autoritätspersonen. Der Druck auf nichteingehaltene Versprechen oder inakzeptable Haltungen dürfte mit rüden Methoden für rasche Änderung sorgen.

Ein smarter Lichtblick wird dann die Verschiebung der Sonne von Skorpion in Schütze ab dem 22. November sein. Die Feuerkraft der konstruktiven Impulse des Schützezeichens kommen tatsächlich wie gerufen. Sie vermögen – mindestens latent – über die schwarzen Zeiten hinweg zu trösten und weisen den Weg in das neue Zeitgeschehen.

Auf der Sternenbühne

Die Feuerzeichen Widder/Löwe/Schütze
lieben das Kräftemessen und den Wettbewerb. Ihre Sorglosigkeit entspringt ihrer immensen Strahlekraft und beruht auf ihrem fast schon gepachteten Optimismus. Zudem gibt ihnen ihre angeborene Neugier und Abenteuerlust den richtigen Schuss Zuversicht. Mit den Kraftakten des Novembers sind sie absolut glücklich.

Die Erdzeichen Stier/Jungfrau/Steinbock
haben dank des mächtigen Plutos in Steinbock einen gewichtigen Stand. Von Natur aus prinzipientreu und konservativ haben sie Mühe mit Umwälzungen und tun sich generell schwer mit Veränderungen. Sie bleiben lieber beim Alten und halten sich darum im November mit Aktionen vornehm zurück. Nicht immer aber können sie sich rechtzeitig aus der Schusslinie retten.

Die Luftzeichen Zwilling/Waage/Wassermann
sind auf allen Bühnen omnipräsent. Die Zwillinge verbreiten mit ihrem perlenden Charme permanent Spritzigkeit und die eleganten Waagen dürfen mit Saturn in ihrem Zeichen eine herausfordernde Entwicklungsphase abschliessen. Die Wassermanngeborenen wissen eh nie, was als nächstes kommt und schwingen wie Wetterfahnen hin und her – streng!

Die Wasserzeichen Krebs/Skorpion/Fisch
muss man differenziert betrachten. Die Krebse tragen den absteigenden Mondknoten auf ihren zierlichen Schultern und werden oft genug von den Geschehnissen überfordert. Sie fühlen sich unsicher und reagieren dementsprechend empfindlich. Die Skorpione durchlaufen das gesamte Programm von himmelhochjauchzend bis zu todebetrübt. Nur die Fische sind maximal drauf. Sie haben den Reformer Uranus zu Besuch, der sie laufend mit positiven Hypes überflutet.

 

Was in den einzelnen Advents– und Weihnachtpäckchen versteckt ist, erfahren Sie im Dezember-Bulletin. Der Jahreswechsel wird ein Thema sein und natürlich gibt’s auch wieder die Miniaussichten für 2010.

Für einmal wünsche ich Ihnen einen permanenten Lichtersmog, der Ihnen den richtigen Weg zeigt. Uf Wiederluege.

 

Elisabeth Keel
Astrologin/Coach/Ausbilderin